Textflash – Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

… und natürlich immer noch Social Media, News & mehr aus der Verlagswelt

Liebe Textflash: Warum ich meine alten Romane lasse, wie sie sind

Ja, ich weiß, ich könnte perfektionistischerweise mit den neuen Schreiberkenntnissen die alten Ballett-Romane überarbeiten und sie neu auflegen. Sicher würde der eine oder andere Schreibfehler dabei getilgt. Aber das wäre so, als würde ich mir meine alten Schulhefte vornehmen, um sie noch mal fein säuberlich abzuschreiben. Bloß wofür?

Außerdem eignen sich die „alten“ Romane wunderbar, einen ggf. vorhandenen „Starstatus“ zu relativieren (den ich sowieso mal zur Diskussion stellen möchte, denn wozu brauchen wir den literarischen Starkult mit den Bestsellerlisten eigentlich – die Qualität der Bücher lässt sich daran ja nicht ablesen?!). Ich stehe zu meinen sprachlichen Schlenkern und Missgriffen, weil ich mir das als Mensch leisten kann und will. Und es ist weder masochistisch noch sonstwie selbstkasteiend, darauf Wert zu legen, auf solche „Fehler“ von Lesern angesprochen zu werden. Weil ich es immer noch schätze, auf diesem Weg die Leute kennenzulernen, die meine Bücher lesen. Und dann lese ich ihre auch und ihre Blogs und ihre Kommentare so weiter und so fort …

Und dieser Dialog macht für mich Literatur aus.

Wie sieht’s mit euch aus?

Advertisements

9 Kommentare zu “Liebe Textflash: Warum ich meine alten Romane lasse, wie sie sind

  1. Katharina Kraemer
    21. Februar 2017

    Eine richtige Entscheidung, auch für mich …

    Gefällt 1 Person

  2. Katharina Kraemer
    21. Februar 2017

    Hat dies auf Glück ist für den Augenblick ein kleines Stück rebloggt und kommentierte:
    Wer will schon „perfekt“?

    Gefällt 1 Person

  3. simonsegur
    21. Februar 2017

    Solange Du etwaige Fehler raushaust, finde ich das richtig – sonst wäre man ja seinen Lebtag damit beschäftigt, ununterbrochen alte Bücher zu „verbessern“ 🙂
    Lass auf jeden Fall alle „Negerlein“ stehen, und vielleicht „wichst“ ja auch jemand seine Schühchen 🙂

    Gefällt 2 Personen

  4. ML
    21. Februar 2017

    Gibt es jemals etwas ohne Fehler oder ungeschickte Passagen? Ich denke nicht. Oder nur sehr sehr selten. Andererseits muss auch mal irgendwann Schluß sein mit Überarbeiten! Das mus man sich selbst auch gönnen, sonst wird man nie die Befriedigung vor sich haben, ein Projekt abgeschlossen zu haben.

    Was mich persönlich immer amüsiert ist die Tatsache, dass auch „die Großen“ bei Weitem nicht immer so gut waren wie jetzt; ich habe schon so manches älteres Buch eines Lieblingsschriftstellers vorzeitig abbrechen müssen. Das macht auch irgendwie Hoffnung. 😀

    Gefällt 3 Personen

  5. nikeleonhard
    21. Februar 2017

    Ich habe mir zwar vorgenommen, die ganz üblen Passagen (fehlende oder stehengebliebene Worte u. ä.) zu verbessern, aber wann das sein wird, steht in den Sternen. Außerdem stehe ich zu der Aussage, billig, schnell und qualitativ gut produzieren zu können – aber nur zwei davon gleichzeitig zu schaffen. Das bedeutet im Ergebnis, dass meine Leser mit dem einen oder anderen Fehler leben müssen.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21. Februar 2017 von in Textflash Quintessenz.
Follow Textflash – Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite on WordPress.com
%d Bloggern gefällt das: