Tod am Niederrhein-Krimi

Dagmar Ritter: Ich bin das Opfer. Tod am Niederrhein @midnightebooks

Wegen mir muss sich die Kriminalpolizei hinaus zum Damm begeben, der am Weseler Auesee vorbeiführt. Ein hübsches Zelt hat die Spurensicherung über mir aufgebaut. Die Mitarbeiter müssten eigentlich wissen, dass sie das Zelt auch zu Hause hätten lassen können: Hier versinkt früher oder später alles im Schlick. Nebel und Nieselregen Hand sind die kleinen Helfer des Rheins. Was der Strom bei seinen regelmäßigen Überschwemmungen übrig bleibt, wird entweder von Myriaden winzigen Tropfen weggewaschen. Oder der Nebel verschluckt alles, Licht, Geräusche, Gegenstände … Aber gut. Die Polizei macht auch nur ihren Job.

Dass ich bald sterben würde, war mir klar. Ich habe mich ein paar Male schlichtweg verschätzt und die falsche Entscheidung getroffen. Warum es ausgerechnet in der Weseler Aue sein musste, weiß ich nicht. Das ist irgendwie stillos für die Abteilungsleiterin einer Bankfiliale. Ich hätte den langsamen Tod mit einer Hand voll Schlaftabletten in Rotwein vorgezogen, das Ganze im warmen Badewasser schluckweise getrunken. Aber auf manche Sachen hat man wohl einfach keinen Einfluss.

Was jetzt aus der Vereinbarung mit den anderen wird? Keine Ahnung. Ich hoffe, sie halten sich dran.

E-Book, 200 Seiten, ISBN 978-3-95819-141-9, 3,99 €

Taschenbuch, 200 Seiten, ISBN 978-3-95819-930-9, 12 €, erscheint am 9. Februar 2018

http://midnight.ullstein.de/ebook/tod-am-niederrhein/

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